(M)ein Traum wird wahr: Mit Flugzeugen Menschen helfen
Ein Gespräch mit Mathias während des Fluges macht die Auswirkungen, Herausforderungen und Bedürfnisse des Flugdienstes von MAF in Papua Neuguinea deutlich.
Ein Bericht von Matt Painter.
Die Cessna Caravan befindet sich in 10.000 Fuß Höhe über dem südlichen Hochland. Pilot Mathias Glass hält den Steuerknüppel in der linken Hand und richtet die Nase des Flugzeugs nach Südwesten aus. Die Täler unter ihm ver-stecken sich unter einer morgendlichen Wolkendecke, über der sich einige helle Gipfel abzeichnen.
„In der Ferne sehe ich den Berg Bosavi“, sagt Mathias. „Nur seine Spitze ragt aus den Wolken. Und ich kann den Berg Sisa sehen, was normalerweise ein gutes Zeichen ist. Das heißt hoffentlich, dass wir nicht so bald mit Gewittern und Wolken rechnen müssen.”

„Heute fliegen wir direkt von Mount Hagen nach Mougulu. Wir haben Tiefkühlkost für das dortige Internat mit 200 Schülern dabei. Da Mougulu im Tiefland liegt, wächst dort wegen der Hitze und des Klimas kaum Gemüse. Das meiste Essen für die Schule wird aus dem Hochland eingeflogen.”
„Außerdem haben wir einen Radiotechniker von MAF Technologies an Bord für Honinabi, wo er ein Funkgerät installieren wird. Kommunikation ist sehr wichtig. In Honinabi gibt es keine Straßen. Es gibt zwar ein Mobilfunknetz, aber manchmal fällt es aus, und dann gibt es nur das Funkgerät, um von einem Buschdorf zum anderen oder mit der Buchungszentrale von MAF zu kommunizieren.”

“Wenn ein Buschdorf eine dringende medizinische Evakuierung eines Patienten benötigt, zum Beispiel nach einem Schlangenbiss, kann es MAF anfunken, und wir können so schnell wie möglich einen Flug organisieren, der den Patienten abholt und in das nächste Krankenhaus bringt.”
„Die größte Herausforderung beim Fliegen hier ist das Hochland. Papua-Neuguinea hat eine zentrale Gebirgskette, die sich von Südosten nach Westen erstreckt, mit bis zu 4.000 Meter hohen Bergen und tiefen Tälern, die viele Wolken und nachmittags Gewitter produzieren. Hinzu kommen Winde und Turbulenzen über den Gebirgskämmen. Das Navigieren in geringer Höhe bei leichtem Regen und eingeschränkter Sicht ist die größte Herausforderung, die ich im Gebirge erlebt habe. Man muss seine Karte lesen können und das richtige Tal erkennen, bevor man hineinfliegt. Und man muss sich eine Hintertür offen halten, denn wenn der Plan nicht aufgeht, braucht man eine sichere Alternative.”

Mathias fliegt seit nunmehr über 18 Jahren in Papua-Neuguinea für MAF.
„Ich bin hier, weil ich schon immer mit Flugzeugen anderen Menschen helfen wollte. Als ich von MAF hörte, wurde ein Traum wahr. Ich kann Flugzeuge fliegen, was mir wirklich Spaß macht, und gleichzeitig anderen helfen, was mir auch Spaß macht.”
„Im Moment braucht MAF in Papua-Neuguinea vor allem Piloten. Ihr Aufgaben sind das Fliegen, Menschen im Busch zu helfen, medizinische Evakuierungen durchzuführen, Baumaterial zu transportieren, der Kirche, Bibelschülern, und vielleicht Pastoren damit zu helfen.“

„Wir warten nur darauf, dass Gott uns mehr Piloten schickt. Das ist mein Gebet. Und ich weiß, dass Gott Gebete auf wunderbare Weise erhören kann.”
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