Stromausfall in Mougulu: MAF reagiert auf Notruf mit lebensrettendem Einsatz
Das Gesundheitszentrum von Mougulu lag im Dunkeln. Ein Baby kämpfte ums Überleben – dringend auf ein Sauerstoffgerät angewiesen. Doch ohne zuverlässige Stromversorgung waren sein Leben und das anderer Patientinnen und Patienten in großer Gefahr. Die einzige Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung: ein MAF-Flug mit einem erfahrenen Elektriker an Bord.
„Ein Baby ist letzte Nacht in der Klinik fast gestorben – es brauchte dringend Sauerstoff“, berichtet Sally Lloyd, die seit vielen Jahren als Freiwillige unter dem Bedamuni-Volk in Mougulu lebt und arbeitet.
„Zum Glück konnte mein Mann ein langes Kabel von unserem Haus, das über ein kleines Wasserkraftwerk mit Strom versorgt wird, zur Klinik legen – eine kurzfristige Lösung, um das Baby zu versorgen“, erklärt Sally. „Es ist wirklich dringend, das Stromproblem zu lösen, damit Kühlschränke, das Sauerstoffgerät und das Licht funktionieren. In den letzten Nächten mussten die Mitarbeiter bei Notfällen wie Schweinebissen, Schlangenbissen und Geburten meist im Dunkeln arbeiten.“
Das Gesundheitszentrum in Mougulu wird durch eine von MAF Technologies installierte Solaranlage betrieben und zusätzlich mit Wasserkraft unterstützt. Aber irgendwie waren beide Systeme ausgefallen.

Paul Isilawa, Gesundheitshelfer in Mougulu, betont, wie wichtig eine stabile Stromversorgung ist:
„Es geht nicht nur um den Kühlschrank. Wir brauchen Strom für die Beleuchtung und für medizinische Notfälle – zum Beispiel zur Sauerstoffgabe.“
Die Krise betraf nicht nur die Klinik. Auch die weiterführende Schule stand still – Lehrer konnten keine Arbeitsblätter kopieren oder ausdrucken.
Sally setzte zwei Notrufe am Wochenende ab: Einer ging an den befreundeten Elektriker Brian Baimako in Aiyura, der andere an MAF – mit der Bitte um einen Flug für Brian.

Es war nicht Brians erster Einsatz in Mougulu – bereits 2020 war er als Teil des MAF-Technologies-Teams an der Installation beteiligt.
„Das ist jetzt etwa das vierte Mal, dass ich nach Mougulu reise, um an der Wasserkraft-, Solar- und Generatoranlage zu arbeiten“, sagte Brian.
Sally und ihr Mann begrüßten ihn mit Erleichterung, als er aus dem MAF-Flugzeug stieg – in eine Region, die keine Straßenanbindung zur Außenwelt hat.
Seine oberste Priorität war die Klinik. Nach mehreren Tagen Fehlersuche und Reparaturarbeiten flackerte das Licht wieder auf. Das Sauerstoffgerät lief – die Klinik war wieder einsatzbereit.
„Er war eine riesige Hilfe – die Klinik hat jetzt wieder Strom“, berichtet Sally. „Die Schule braucht leider noch einen weiteren Einsatz… aber es ist ein Segen! Und das kleine Baby wird jeden Tag ein bisschen stärker.“
Brian hatte geplant, so lange zu bleiben, bis auch die Schule wieder funktionierte. Doch einige Tage nach seiner Ankunft erreichte ihn eine tragische Nachricht: Seine Schwester war verstorben. Sally bat erneut MAF um einen dringenden Rückflug.
Obwohl bereits gepackt, arbeitete Brian bis zur letzten Minute weiter.

„Ich reise viel in abgelegene Gegenden und liebe es, den Menschen dort zu dienen. Es ist erfüllend, mit dem Wissen und den Fähigkeiten, die Gott mir gegeben hat, helfen zu dürfen.“
Auch wenn die Schule noch Hilfe braucht – Brians Einsatz hat Leben gerettet. Er brachte nicht nur den Strom zurück, sondern auch Hoffnung. Draht für Draht.
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